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Die Geschichte des Gutshauses

Das Gut Breitenbich kann auf eine ereignisreiche Geschichte und auf einige Wechsel der Besitzverhältnisse zurückblicken. Direkt am Mühlhäuser Landgraben in der Mitte der Dörfer Horsmar, Zella und Beberstedt gelegen, wird das Gut bereits 1230 erstmalig urkundlich erwähnt. Es war der Wirtschafts –und Versorgungshof eines der ältesten, klösterlichen Niederlassungen der acht Eichsfeldklöster (Anrode, Reifenstein, Beuren, Klosterzella, Kerbscher Berg).

Die folgende Abbildung skizziert die prägsamsten, historischen Ereignisse des Gutshofes, welche uns bis heute bekannt sind

2017 – Neueröffnung

Das Gut Breitenbich wird offiziell eröffnet.

2016 – Sanierung

Sanierung des Herrenhauses und Ausbau des Ferienwohnbereichs.

2013 – Landwirtschaft

Robert Schuchardt übernimmt den landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetrieb.

2006 – Ende der Pension

Pension/Gaststätte wird aus Altersgründen aufgegeben.

1990/91 – Neubeginn

Die Ländereien gehen nach der deutschen Wiedervereinigung an die Familie Schuchardt zurück, Eheleute Hubert –und Petra Schuchardt eröffnen im Gutshaus des Hofes eine Pension mit Gaststätte, die landwirtschaftliche Nutzfläche wird von Hubert im Nebenerwerb bewirtschaftet.

1980er – Ort für Kinder

Das Gutshaus wird als Herberge für ein Kinderferienlager genutzt.

1970er – Instandsetzung

Willi Schuchardts Sohn, Hubert lässt sich auf dem Hof nieder und beginnt in der folgenden Jahren mit ersten Instandsetzungsarbeiten

1974 – Rückschlag

Das Hofareal ist „abgewirtschaftet“ und durch Brandstiftung massiv beschädigt.

LPG gibt die Nutzung der Hofstallungen auf, das Ackerland wird nach wie vor von der LPG genutzt. Willi Schuchardt wird der Hof zur eigenen Nutzung überlassen

1967 – Erbschaft

Rosa Schuchardt verstarb und der Besitz ging an ihren Sohn Willi Schuchardt über.

17.06.1953 – Die LPG

Das Gut wurde samt Ländereien von der SED-Führung zwangskollektiviert.

Ländereien und Hofstallungen (Rinder –u. Schweine- haltung) werden durch die LPG bewirtschaftet.

06.05.1945 – Weltkrieg II

Ernst Schuchardt wird bei einer Plünderung des Hofes am Ende des zweiten Weltkrieges erschossen, seine Frau „Rosa“ erbte das Grundstück.

1933 – Erneuter Verkauf

Olga Fischer verkauft das Gut an den Dachrieder Landwirt Ernst Schuchardt.

1911 – Verkauf des Guts

Franz Kirschfeld verstarb und seine Witwe veräußerte das Gut an Olga Fischer, Ehefrau des Landwirts Paul Fischer.

1908 – Kauf des Guts

Franz Kirschfeld, seiner Zeit Rittergutbesitzer, erwarb das Gut Breitenbich.

1907 – Von Wintzingerode

Franziska Freifrau von Wintzingerode, die letzte Besitzerin der Familie Wintzingerode-Knorr verkauft das Gut an „Stadtsekretär Opfermann“, Landwirt Karl Kunkel und die Handelsleute Rentier –und Josef Metze.

1835 – Familie Knorr

Übereignung des Guts von Familie Knorr an den Kammerherrn von Wintzingerode-Knorr.

1632 – Dreißigjähriger Krieg

„Dreißigjährige Krieg“ – Weimarische Truppen und Mühlhäuser Bürger verwüsten Breitenbach

1543 – Brüder Knorr

Kommissare des Kurfürsten Johann Friedrich von Sachsen und der Rat zu Gotha verkaufen „Hans –und Wilhelm Knorr zu Sollstedt“ die Höfe und Güter zu „Breitenbach“ für 1800 Gulden

1503 – Rittergut

Rittergut „Breitenbeche“ wird vom Klostergut zum Landgut, Orden St. Lazarus ist in den Johanniterorden übergegangen, Rat der Stadt Gotha ist der neue Besitzer des Reichslehens, Heinrich Schmidt ist der erste Lehensnehmer.

1253 – Das Kloster

Kloster „Breitenbeche“ wurde von den Klosterfrauen verlassen und an den Ritterorden „St. Lazarus“ abgetreten.

1230 – Die Breitenbeche

Urkundliche Erwähnung unter der Bezeichnung „Breitenbeche“, klösterliche Besiedlung durch Ordensschwestern der Ziesterzienser.